Woche 02 - Trinkwasser-Erlebnispfad Fuhrberger Feld
- Leiya
- 11. Jan. 2021
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. März 2021
Letzte Woche war ich mit Leiya auf dem Trinkwasser-Erlebnispfad bei Fuhrberg unterwegs. Es war eine schöne Strecke durch einen verschneiten Wald.
Die Tour zusammengefasst:
7,7km 1Std 45 min 4,2km/h

Ich hatte stets den vollen Überblick!
Zuerst ist Leiya allerdings in die falsche Richtung gelaufen und stand plötzlich vor einem Bach, den man nur von der anderen Seite aus überqueren konnte, ohne durch das dichte Unterholz zu müssen. Also ist sie die 100 m zurückgegangen und ist die Runde halt anders rum gegangen.
Dann ging es einfach ein Stück über Waldwege. An einem Birkenstamm hat Leiya Pilze entdeckt!

Hierbei handelt es sich um Birkenporlinge. Diese Pilze leben wie Parasiten an und von den Birken und bauen die Zellulose der Bäume ab, sodass sie anfällig für Sturmschäden werden. Allerdings befällt er meist alte oder geschwächte Bäume.
Nach der Entdeckung ging es weiter über winterliche Waldwege und vorbei an interessant bemalten Bäumen und Baumstämmen, ähnlich dem, auf dem ich auf dem ersten Bild sitze. Aber mit der Kunst hier will Leiya sich wann anders genauer auseinander setzen, wenn es wärmer ist. Heute bleiben wir bei der Natur. Und die sah über weite Teile der Strecke ungefähr so aus:

Eine dünne Schneedecke lag überall, nur die Wege waren weitgehend schneefrei. Es waren sehr wenige Menschen unterwegs, obwohl wir noch nicht mal ewig früh aufgebrochen sind, da kein Sonnenaufgang zu erwarten war
Es ging entlang verschiedener Stationen, an denen wir einen Einblick über Wald und Wasser bekommen haben. Ein Profil vom Waldboden war da, bei dem es um die Filterwirkung der Bodenschichten ging, an anderen Stationen haben wir gelernt, dass ein Laubmischwald besser für den Grundwasserspiegel ist, als der oft in der Lüneburger Heide vorherrschende Kiefernwald. Entsprechen wurden an vielen Stellen Buchen zwischen die Kiefern gepflanzt um sie irgendwann ganz abzulösen.
Hach, war das schön unter diesem Buchenzweig!

An anderer Stelle stand eine Wasserpumpe, an der wir (okay, Leiya 😂) Wasser nach oben pumpen konnten. Und dazu gab es Informationen zum Wasserkreislauf.
Durch die Sonneneinstrahlung verdampft Wasser von der Erdoberfläche, aus Meeren oder von Pflanzen und steigt auf. Das verdampfte Wasser bildet Wolken regnet woanders wieder ab wo es im Boden versickert. Wenn es nicht schnell wieder verdampft oder von Pflanzen getrunken wird, gelangt es ins Grundwasser und von da über Flüsse in die Meere. Dort verdampft es wieder und der Kreislauf beginnt von vorn. So geht kein Wasser verloren.
Dann war da noch das Blätterlabyrinth, natürlich um diese Jahreszeit eher... entblättert, aber sehr schön, auch wenn ich immer mal wieder einen Wassertropfen auf den Kopf gekriegt habe. Der Schnee fing an zu schmelzen. Brrrr
Und überall im Labyrinth waren Metalltiere wie der Specht hier an den Bäumen oder steckten in der Erde.

Aber auch ein Reh, eine Schnecke oder eine Fledermaus war vertreten.
Danach ging es langsam zurück, aus dem Wald raus, an mit Folie abgedeckten Spargelfeldern vorbei. Irgendwoher muss der Name "Fuhrberger Feld" ja kommen und bislang waren wir nur im Wald.
Weil aus der Gegend das Grundwasser zur Trinkwassergewinnung verwendet wird, müssen die Landwirte besonders sparsam mit Düngemittel sein.
Am Wasserwerk, das die letzten Schritte unternimmt, damit das Grundwasser aus dem Wald auch aus den Hannoveraner Wasserhähnen kommen kann, ging es nach links zurück in den Wald.
Als wir von dieser Seite den Bach erreichten, fand Leiya einen Weg der drüber und direkt zurück zum Parkplatz führte.
Dann waren wir aber auch kaputt und Leiya hat sch auf ein schönes heißes Bad gefreut.
Und mehr gibt es zu dieser Tour nicht zu sagen.
Ich wünsche euch eine schöne Woche. Bis nächsten Montag.
Hochachungsvoll
Florin, der Teddy




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