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Woche 19 - Geologiepfad Brelingen

  • Leiya
  • 10. Mai 2021
  • 3 Min. Lesezeit

"Der Kleine Florin möchte aus Småland abgeholt werden!"

Was dieser Stein, auf dem ich hier sitze, mit unserer Tour und der Provinz in Schweden (nicht mit dem Möbelhaus) zu tun hat? Das erfahrt ihr, wenn ihr weiter lest.

Für diese Woche sind wir auf die andere Seite der A7 gefahren. Hinter Mellendorf ist der Ort Breilingen und dort gibt es einen Geopfad über bewegte Steine. Wie die Steine sich bewegt haben? Das erkläre ich jetzt.

8,55 km 1 Std 51 Min in Bewegung 4,6 km/h



Beobachtete Tiere:

- Schwäne

- Blesshuhn

- Graugänse

- Haubentaucher mit Küken

- Stockenten

- Kuckuck (gehört)

- Weißstorch

- Pferd mit Reiterin

- Kühe

-Rauchschwalben

- Turmfalkin auf einem Stab wie dem oben.


Los ging es an einem Baggersee, der zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. An jedem Zugang gibt es Schilder, die das Schwimmen verbieten. Gut, dass wir unsere Schwimmsachen zu Hause gelassen haben.

Hier gab es wieder viele Wasservögel zu sehen.

Hinter dem See kamen wir auf diesen alten Trafoturm zu, der zusammen mit einem 5 ha großen Gebiet dahinter dem NABU gehört. Im Turm selbst finden Eulen, Käuze und Fledermäuse ihr zu Hause. Wenig später trafen wir dann endlich auf den Geopfad. An verschiedenen Stationen haben wir etwas über Eiszeiten gelernt. Vor allem die Saale-Eiszeit ist hier für uns interessant. Die war von etwa vor 300 000 bis vor 126 000 Jahren. Das Eis bereitete sich bis in die Gegend hier aus.

Das hier sind "etwas" vergrößerte Eichenpollen. Ein Anzeiger für Warmzeiten. Wenn man im Boden in einer Erdschicht viele Eichenpollen findet, war es warm, findet man Schwarzkieferpollen, war es kalt. Dann muss man nur noch herausfinden welche Erdschicht wann entstanden ist und schon weiß man, wann das Klima wie war.

Und nun kommen wir zum Anfang zurück. Auf dem hinteren Fernrohr sitze ich auf dem ersten Bild. An dieser Station ging es um die Herkunft der Steine der Gegend. Und zwar stammen diese Exemplare aus Schweden. Das Eis der Eiszeit hat sie hier her mitgenommen und hier gelassen, als es geschmolzen ist. Das Thema hatten wir doch schon mal. Ach ja, bei der Heide. Es war dieselbe Eiszeit, die den Sand mitgebracht hat, auf dem die Heide wächst. Und deshalb heißt dieser Pfad auch "Bewegte Steine. Immerhin hatten sie einen lagen Weg hinter sich und sind dabei zerrieben worden.

Auch wenn man nicht weiß, wie dieser Stein wirklich ausgesehen hat, könnte er die Größe der Metallplatte gehabt haben. Ich hab mich mal als Referenz davor gesetzt. Da ist ganz schön viel Stein zu Sand geworden auf dem Weg von Schweden. Und wenn das mit vielen Steinen geschehen ist, führt das zu einer Sandschicht auf der Heide für die Heidebauern wachsen kann.

Übrigens sind die Steine vom Eis zwischen 5 und 110 cm pro Tag transportiert worden. Das ist zwischen einem meiner Füße bis zu 3 1/2 Florins.

Wir sind an einer Sandgrube vorbeigekommen. Am Ende war ein weiterer Baggersee, aber wie ihr seht, ist dort auch noch Betrieb. Sand gibt es schließlich in der Heide und Norddeutschland genug. Also haben die Menschen angefangen, ihn abzubauen.

Was ein interessanter Eiswürfel voller Steine. Wie die Steine, die in der Eiszeit hier her kamen. Dieses Kunstwerk des Dresdner Künstlers Matthias Lehmann ist uns auf unserem Weg begegnet. Die Schrift kann man aber nur aus einem einzigen Blickwinkel lesen.

Hier aufgestapelt sieht man verschiedene Gesteinsarten. Wobei sich alle Gesteinsarten der Welt auf 3 Ursprünge zurückführen lassen: Vulkanite, die, wie der Name schon sagt, vulkanischen Ursprungs sind und bei großer Hitze im Erdinneren entstanden, Metamorphite, die unter Einwirkung von Druck und Temperatur - geringer als bei Vulkanausbrüchen - entstanden sind und Sedimente. Diese entstanden auch durch Druck, Ablagerungen an Land und Meer, der Druck hier war wiederum geringer als bei den Metamorphiten.

Dann hat uns aber das Wetter im Stich gelassen und den Rückweg zum Auto musste ich ganz im Rucksack untertauchen, weil es zu nass wurde und Leiya hat sich beeilt, nicht ganz so nass zu werden. Darum verabschiede ich mich auch für diese Woche und bin wie immer gespannt, was uns auf der nächsten Tour erwartet.

Bis dahin, gehabt eich wohl.

Florin, der Teddy, gerade so nicht im Baggersee.

 
 
 

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