Woche 08 - An Lachte und Aller
- Leiya
- 23. Feb. 2021
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. März 2021
Hallo ihr lieben, hier ist einmal mehr Florin, der Teddy

Diese Woche waren Leiya und ich wieder unterwegs. Einmal mehr sind wir in der Nähe von Celle geblieben. Und zwar waren wir an den Flüssen Lachte und Aller östlich der Stadt. Und laut der komoot app sind wir hier lang gegangen:

11,5 km 2Std 48 Minuten 4,1 km/h
Eigentlich wollte Leiya nur an der Aller lang aber zwischendrin hatte sich ein nasses Problem ergeben.
Aber fangen wir vorne an. Ganz plötzlich war der Winter vorbei und der Frühling klopfte mit aller Macht an die Tür:

Schneeglöckchen. Und in der Nacht war es noch unter dem Gefrierpunkt. Aber die Schneemassen waren stark auf dem Rückzug. Da haben wir uns gefreut, auf dem Weg zum Allerufer die ersten Blüten zu sehen!
Am Ende der Dammschwiesen am Nordufer des Flusses steht das Albrecht-Thaer-Haus.

1803 wurde hier das erste deutsche Lehrinstitut für Landwirtschaft gegründet. Albrecht Thaer selbst gilt als Begründer der Agrarwissenschaft. Zu ihm kommt vielleicht auch später mehr. Heute befindet sich hier die Stiftung niedersäcsischer Gedenkstätten.

Tja... und hier ist der Grund, aus dem wir unsere Route abändern mussten. Diese kleine Pfütze war uns doch etwas zu tief um durch zu waten. Auch an den flachsten Stellen. Nasse Füße sind nicht so schön, wenn man noch ein paar Kilometer zu laufen hat.
Also sind wir zurück über die Lachte und an dem - eigentlich recht kleinen Fluss - entlang gegangen. Jetzt aber war die Lachte sehr voll. Selbst auf den umliegenden Wiesen waren große Lachen.

An der Lachte sind wir an einem Eisenzeitlichen Urnenfriedhof vorbei gekommen. Heute sieht man davon nichts mehr, außer einem Wald auf einem Hügel. Dort wurde in den 1920ern und 30ern Sand abgebaut, wodurch einige der Keramikurnen gefunden wurden. Eine davon findet sich im Bomannmuseum in Celle.

Auch wenn es schon recht warm war, waren immer noch Eisreste auf den Gewässern. Es ist schon seltsam, bei über zehn Grad und strahlendem Sonnenschein noch so viel Eis zu finden. Auch Schneereste auf schattigen Berghängen waren zu finden. Ein paar Vögel haben wir auch gesehen. Unter anderem zwei Kleiber und eine Tannenmeise. Ich mag Vögel. Sie sind so quirlig! Leider auch schwer zu fotografieren. Jedenfalls hat Leiya es nicht geschafft.

Und die Aller haben wir auch überquert. Dieser Fluss war ebenfalls viel voller als noch vor dem Wintereinbruch. Hoffentlich bleibt es eine Weile so. Es ist immer so traurig vor sich hindümpelnde Flüsse zu sehen. In der Stadt war an dem Tag auch noch Allerufer gefroren, auch wenn es schon weniger war, als die Tage zuvor.

Die Gertrudenkirche in Altencelle. Die ältesten Funde stammen ungefähr aus dem Jahr 1000.
Der Kontrast des Weiß zum braunen Holz des Turmes und dem Orangerot der Ziegeln ist schön, oder? Hier sind wir also im ältesten Teil Celles, den wir aber auf einer gesonderten Tour noch einmal genauer beleuchten wollen.

Zurück ging es an der Aller. In der Ferne konnte man schon die Baustelle der Ostumgebung sehen. In diesem Jahr wird durch das Gebiet hier eine viel befahrene Straße führen. Leiya ist darüber zwiegespalten. Da wir sehr nah an der B3 wohnen freut sie sich, wenn es von der Straße her ruhiger wird. Andererseits ist es schade, die schöne Naturlandschaft von einer mehrspurigen Straße durchschnitten zu sehen. Wir werden sehen, wie sich die Sache entwickelt.

Und hier ist noch ein weiterer klarer Frühlingsbote! Ist er nicht hübsch? Ich freu mch über die bunten Farben der Krokusse, die jetzt aus dem Boden schauen.
Und damit verabschiede ich mich für diese Woche. Mal sehen, wo es uns als nächstes hin verschlägt.

Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit von einer Bank an der Aller. Im Hintergrund mündet die Lachte in den Fluss.
Hochachtungsvoll,
Florin, der Teddy




Kommentare