Woche 16 - Meißendorfer Teiche im Frühling
- Leiya
- 19. Apr. 2021
- 3 Min. Lesezeit
Ich grüße euch, hier ist wieder euer Florin, der Teddy. Und ich habe eine neue Tour für euch

Wir haben eine neue Jahreszeit, darum sind Leiya und ich wieder einmal zu den Meißendorfer Teichen gefahren. Wir sind dieselbe Route gegangen, wie in Woche sieben. Allerdings abends und um den Sonnenuntergang übers Wasser zu sehen in die entgegengesetzte Richtung:

8,81 km 2Std in Bewegung 4,4 km/h
Beobachtete Tiere:
- Specht beim Nestbau gehört
- Kraniche gehört
- Tafelente
- Rehspur
- Stockenten
- Viele Schwäne
- Graugänse mit jungen Küken
- Kanadagänse
- Kormorane
- Mehlschwalben
- Schellente
- Bachstelze
Ja, hier gibt es viele Tiere zu sehen. Leiya hat leider nur wenige einfangen können. Aber fangen wir vorne an.

Auf dem Ersten Bild sitze ich an einer Fischtreppe, nahe des im Winter erwähnten Guts Sunder. Wie wir schon gelernt haben, dienen Fischtreppen dazu, Fischen einen Weg durch aufgestaute Flüsse zu ermöglichen. Die kleine Meiße ist hier tatsächlich gestaut, aber das Wasserrad, das einst eine Mühle angetrieben hat, existiert heute nicht mehr.

Schönes Widertonmoos. Es ist eine häufige Moosart in unseren Wäldern. Sie können das Zwanzigfache ihres Gewichts an Wasser aufnehmen und sind damit gerade in Dürreperioden, wie die letzten Jahre wichtige Wasserspeicher.

Kaum raus aus dem Wald haben wir das hier entdeckt: Eine Mistel. Wer Asterix und Obelix kennt, kennt diese Pflanze. Wobei "Mistel" streng genommen ein Überbegriff für verschiedene Arten an und zum Teil von Bäumen leben ist.
Sie sind immergrün und Halbschmarotzer, was bedeutet, dass sie zwar Blüten und Samen ausbilden, aber auch den Baum an dem sie hängen anzapfen und von ihm leben, ohne ihm etwas zurückzugeben.

Hier hab ich schon mal gesessen. Also da am anderen Ende auf dem linken Geländer. Die Brücke über die Meiße. Wenn man von hier in den Fluss schaut, sieht man, dass er recht braun ist, also vermute ich dass er durch Moorgebiete fließt, ehe er hier lang kommt. Da werde ich noch einmal nachforschen. WIr kommen noch einmal her.

Hier haben wir einen Mistkäfer. Ein Waldmistkäfer um ganz genau zu sein. Sie sind Einzelgänger und treffen sich nur zur Paarungszeit, wo sie in Gemeinschaftsarbeit einen Stollen in die Erde buddeln, die Weibchen unterirdisch, die Männchen transportieren das Material ab. In jede Kammer der Höhle legt das Weibchen ein Ei. Die Tiere ernähren sich von Kot und manchmal auch Pilzen.
Sie kommunizieren sogar mit Lauten!

Huch? Ist das noch die falsche Jahreszeit an dieser Buche? Nein. Man sieht auch schon die Knospen für die neuen Blätter. Die trockenen Blätter vom letzten Jahr fallen sicher noch ab.

Eine Schellente. Die Teiche sind ein Paradies für Wasservögel. Hier findet man auch andere Entenarten, die man sonst nicht so oft sieht. In Städten fühlen sich ja Stockenten besonders wohl. Hier gibt es sie auch, aber eben auch andere Entenarten.

Hier sitzt eine Bachstelze im Baum. Sie sind eine weit verbreitete Singvogelart. Man findet sie zwischen Grönland und der Behringstraße und in ganz Europa und auch in Nordafrika. Die Nordeuropäischen Stelzen überwintern in Südeuropa und Afrika.

Und da ist er! Der Sonnenuntergang! Es waren so wunderschöne Farben von Orange über Rosa, Pink und Lila! Es ist eine so eine schöne Stimmung zur Dämmerung mitten in der Natur, wenn langsam das tagaktive Leben zur Ruhe kommt.

Und ich komme jetzt auch zur Ruhe und verabschiede mich für diese Woche. Endlich mal wieder eine schöne Runde, voller Leben und interessanter Tiere. Mal sehen, wovon ich euch nächste Woche berichten kann.

Bis dahin verabschiede ich mich.
Hochachtungsvoll, euer Florin, der Teddy, hat den Sonnenuntergang auch genossen.




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